
Die PostgreSQL Entwicklergemeinde hat heute die erste Betaversion der kommenden 9.0-Release veröffentlicht. Über 200 neue Funktionen und Verbesserungen werden durch den Sprung auf den 9er-Zweig unterstrichen.
Mit dem neuen Release verfügt PostgreSQL unter Anderem nun über eine eingebaute Replikationslösung sowie die Fähigkeit, lesend auf Standby-Knoten zuzugreifen, die über Log-Shipping kontinuierlich aktualisiert werden (Hot Standby). Streaming Replication gestattet das Senden von Transaktionsinformationen direkt an einen oder mehrere Standby-Knoten, was den Zeitverlust gegenüber herkömmlichen, dateibasiertem Log-Shipping erheblich reduziert. In Kombination stellen beide Funktionen eine äußerst leistungsfähige Lösung für hochverfügbare oder leistungsverteilte Systeme dar.
Des weiteren bietet die neue PostgreSQL-Version weitere Neuerungen:
- Hauptspeicherbasiertes LISTEN/NOTIFY; dies löst die bisherige Tabellenbasierte Implementierung mit deutlicher Geschwindigkeitssteigerung ab.
- Exclusion Constraints, erweitert Constraints um die Fähigkeit, übergreifende Einschränkungen über komplexe Datentypen hinweg zu definieren
- Prozeduraler Code wie PL/pgSQL, PL/Perl und PL/Python kann nun inline per DO-Befehl ausgeführt werden. Damit entfällt das vorher notwendige definieren einer Prozedur bzw. Funktion mit CREATE FUNCTION
- Trigger auf Spaltenebene
- Trigger können nun ebenfalls an Bedingungen geknüpft werden
- Benannte Argumentlisten für Prozeduren
- Parameter können nun flexibel an Rollen/Datenbanken geknüpft werden
Wie immer sind alle Interessierten aufgefordert, ihre Testergebnisse und -Eindrücke den Entwicklern mitzuteilen. Informationen für das Vorgehen für Tests und Erstellen von Fehlerberichten können im Wiki eingesehen werden.
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