EOL: Auslaufende Versionen bekannter Open-Source-Projekte in 2010

tux.jpgWie jedes Jahr laufen auch dieses Jahr einige Versionen von wichtigen Open-Source-Programmen aus: für sie werden keine weiteren Updates mehr veröffentlicht. Wir führen die Wichtigsten auf.

Das Ende einer Software-Version (EOL) bedeutet meist, dass ab dem Zeitpunkt keine Updates mehr geboten werden. In besonderen Ausnahmesituationen wird vielleicht noch mal ein Sicherheitsupdate nachgeschoben, dies ist aber selten, und verlassen sollte man sich darauf erst recht nicht. Daher ist es wichtig, immer einen Blick auf die wichtigsten Projekte zu halten, und deren EOL zu verfolgen. Wir bieten hier eine kleine Übersicht, gegliedert in Projekte und Distributionen.

Projekte

Bei PostgreSQL werden dieses Jahr gleich drei Versionen auf das Altenteil geschoben: PostgreSQL 7.4 und 8.0 werden im Juli, Version 8.1 im November auslaufen.

Auch Apache hat für den Web Server der Serie 1.3 das Ende eingeleitet. Es wird für die 1.3er-Serie allenfalls noch kritische Sicherheitsupdates geben.

Nicht ganz so tragisch, und doch eine Erwähnung wert ist Python: die 2.x-Reihe wird ebenfalls ihr letztes Release noch dieses Jahr sehen. Danach gibt es zwar noch Bugfixes, die Sprache selbst wird aber nur noch im 3.x-Zweig weiter entwickelt.

Distributionen

Auch bei den Distributionen geht der Reigen weiter, und wichtige Versionen werden nicht mehr weiter gepflegt. Den größten Augenmerk verdient hier sicherlich Debian Etch: der Support läuft in wenigen Tagen, am 15. Februar aus. Da Debian Etch gerne als stabiles Server-Betriebssystem verwendet wurde, ist hier besondere Vorsicht geboten, Upgrades auf neuere Versionen sind dringend angeraten!Das Gleiche gilt für CentOS 3: diese häufig im Server-Umfeld eingesetzte Version erreicht das Ende der Lebenszeit im Oktober 2010.Für andere, teilweise mehr auf Endnutzer ausgerichtete Distributionen kommt ebenfalls bald das Ende: openSUSE 11.0 und 11.1 werden noch dieses Jahr eingestellt (im Juni bzw. Dezember), gleiches gilt für Ubuntu 8.10 (Intrepid Ibex) und 9.04 (Jaunty Jackalope), die es im April und Oktober erwischt.Die vermutlich schnelllebigste Distribution Fedora verliert dieses Jahr die Version 11, die im Juni, einen MOnat nach der Veröffentlichung von Version 13, auslaufen dürfte.

Was tun?

In allen genannten Fällen, von Python vielleicht mal abgesehen, sollte die jeweils eingesetzte Software dringend auf eine unterstützte Version aktualisiert werden. Da eine solche Migration eventuell nicht ganz ohne ist, stellen die Projekte meist umfangreiche Informationen zu den Upgrade-Pfaden und -Methoden bereit. Wichtig ist, dass nichts überstürzt wird: ein Upgrade sollte ausgiebig geplant und auf einem Staging-System im Vorfeld getestet werden.

Bei allen genannten Software-Projekten und Distributionen hilft auch gerne unser Open Source Support Center. Wir verfügen über langjährige Erfahrung mit allen Software-Komponenten, Projekten und Distributionen, und können bei Migration jeden Maßstabs bei Planung und/oder Umsetzung helfen

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